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„Man
macht es, weil man es macht”
Westliches
kulturelles Verständnis kann die Gründe für
den Brauch der Beschneidung schwer nachvollziehen. Für
die meisten beschnittenen Frauen ist ihre Verstümmelung
selbstverständlich. Tradition, Religion und Kultur
sowie medizinische und ästhetische Überzeugungen verlangen
aus ihrer Sicht das Ritual. Mädchen müssen beschnitten
werden, damit ein Mann sie heiratet. Nur durch eine Ehe kann
die Frau ihre Existenz sichern. Somit beugt sie sich dem
sozialen Druck.
Die
Beschneidung, insbesondere die Infibulation soll garantieren,
dass die Frau vor der Ehe Jungfrau und in der Ehe treu
bleibt. Nur dann kann der Mann sicher sein, dass sie
auch bestimmt seine Kinder („seine Söhne”)
zur Welt bringt.
Die Sexualität der Frau wird durch die Beschneidung unterdrückt.
Die Frau wird zum Objekt des Mannes, dazu da, seine Triebe
zu befriedigen und seine Kinder zu gebären.
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